WhatsApp Messenger Marketing Apps

Der 7. Dezember ist nicht das Ende des Messenger Marketings. Sondern erst der Anfang.

Am 7. Dezember 2019 ist es also soweit: dem Massenversand von Push-Nachrichten per WhatsApp wird ein Riegel vorgeschoben. Die Zeit der WhatsApp-Newsletter hat damit endgültig ein Ablaufdatum. Warum das aber per se eine gute Nachricht ist und was das ist der Praxis bedeutet, klären wir in diesem Blog-Post. Außerdem widmen wir uns folgenden Fragen: Welche Alternativen gibt es? Wie sollen Unternehmen und Sport-Organisationen diese beliebte Art der Kunden-Kommunikation und des Fan-Engagements ersetzen? Kam das überraschend? Und, warum macht WhatsApp das eigentlich?

Doch bevor wir uns den aufgeworfen Fragen zuwenden, zunächst nochmals ein Schritt zurück: was ist eigentlich passiert und was ändert sich ab 7. Dezember bezüglich dem Versand von WhatsApp-Newslettern? Genau genommen gar nichts. Denn schon bis dato ließen die Nutzungsbedingungen von WhatsApp den Massenversand von Push-Nachrichten nicht zu. Wer dies trotzdem tat, nahm die jetzige Situation also entweder billigend in Kauf (was bei den erzielten Öffnungs- und Klickraten nachvollziehbar ist) oder war schlecht beraten. Was WhatsApp nun “lediglich” angekündigt hat, ist die deutliche strengere Exekution der geltenden Bestimmungen. Wie diese aussehen, hat WhatsApp in seinen FAQs nochmals leicht verständlich dargelegt.

Kam dieser Schritt ĂĽberraschend? Und warum macht WhatsApp das?

Nein, dieser Schritt kam fĂĽr Kenner der “Szene” keineswegs ĂĽberraschend. Anzeichen dafĂĽr gibt es schon länger. Diverse AnkĂĽndigungen von Facebook und Mark Zuckerberg selbst deuten seit mehr als einem Jahr auf diese Entwicklung hin. Und im deutschsprachigen Raum war wohl spätestens mit der – wohl nicht nur aus marketingtechnischen GrĂĽnden erfolgten – Umbenennung des MĂĽnchner Unternehmens WhatsBroadcast zu MessengerPeople (MarktfĂĽhrer im DACH-Raum, wenn es um WhatsApp-Newsletter geht) klar, dass der grĂĽne Riese die Daumenschrauben betreffend des immer beliebter werdenden Messenger Marketings per WhatsApp anziehen werde. Doch warum macht WhatsApp das eigentlich?

Naja, um genau zu sein ist das ja keine Entscheidung von WhatsApp, sondern von Facebook. Denn als Facebook die Messaging-Plattform WhatsApp im Jahr 2014 um läppische 19 Milliarden Dollar schluckte, zwei Jahre nachdem man sich bereits die Foto-App Instagram einverleibt hatte (mit rund einer Milliarden Dollar vergleichsweise ein Schnäppchen), sprach Mark Zuckerberg zukunftsweisende Worte – und legte damit die Strategie fĂĽr das kommende Jahrzehnt fest:

“We think messaging is one of the few things people do more than social networking.“

Die jetzige Entscheidung folgt genau dieser Logik. Denn Messaging gilt im Facebook Imperium als die Zukunft und diese will beherrscht werden. Also teilt Mark Zuckerberg sein Imperium auf. Mit dem Ziel, den Messaging-Markt, also die 1:1-Chat-Kommunikation, weltweit zu dominieren. Und zwar hinsichtlich der privaten wie auch der beruflichen Kommunikation. Das hat Zuckerberg bereits mehrfach angekündigt und Facebook ist längst bereit dies umzusetzen.

Zu dieser Aufteilung gehört es auch, dass die Distribution von Content in Form von Newslettern in Zukunft vor allem über den Facebook Messenger laufen und WhatsApp für die private Kommunikation (“family and friends”) sowie den Bereich Kundenservice (“customer service”) genutzt werden soll. Man könnte es auch anders formulieren: der Facebook Messenger soll die Mail und WhatsApp die SMS bekämpfen und langfristig ablösen. Dazu unten noch mehr.

Das Ende der WhatsApp-Newsletter ist eine gute Nachricht

Klar gibt es nun viele, die es sich mit ihrem WhatsApp-Service bereits gemütlich gemacht, sich die über die tollen Klickraten gefreut haben und jetzt im ersten Moment nicht happy sind. All jenen seien aber zwei Dinge gesagt. Erstens: freut euch, dass es so lange geklappt hat und WhatsApp nun immerhin sechs Monate Vorlaufzeit gibt auf die “neue” Situation zu reagieren (im Facebook Imperium keine Selbstverständlichkeit). Zweitens: die klare Ansage von WhatsApp und Facebook beweist, dass ihr mit Messenger Marketing ganz grundsätzlich auf dem richtigen Weg ist!

Und all jenen, die sich bislang den Themenfeldern Messaging und Messenger Marketing verschlossen haben, sei gesagt: Facebook killt keinen Markt, den es selbst geschaffen hat. Der 7. Dezember 2019 ist also nicht das Ende des Messenger Marketings, sondern gerade erst der Anfang.

Was ist jetzt zu tun? Welche Alternativen gibt es?

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