Fußball-Chatbots für Klubs, Ligen & Co.

Die Fan-Kommunikation der Zukunft gestalten – dieses Ziel haben wir bei Toni.ai und arbeiten täglich an der Vision, allen Klubs/Vereinen, Ligen und Verbänden einen direkten Draht zu jedem einzelnen Fan zu garantieren.

Im Interview erzählen die Co-Founder Klemens Zleptnig (Software-Entwickler und IT-Unternehmer) und Christoph Edelmüller (Jurist und ehemaliger Handball-Profi) wie sie dieses Ziel mit Hilfe von Chatbots erreichen wollen, was Chatbots überhaupt sind und wie die Zukunft der (Fan-)Kommunikation aussehen wird.

Toni.ai entwickelt Chatbots. Doch was sind Chatbots eigentlich? Und welche Technologie steckt da dahinter?

Klemens Zleptnig: Chatbots sind virtuelle Persönlichkeiten mit denen man auf den bekannten Messaging-Plattformen, wie zum Beispiel im Facebook Messenger, kommunizieren, also „chatten“, kann. Der Bot versteht die ihm vom User gesendete Nachricht und antworte darauf in natürlicher Sprache.

Dahinter steht eine von uns entwickelte Software, die auf Natural Language Processing (NLP) und Machine Learning (ML) beruht. Durch diese Technologien erkennt der Bot die Intention des Users und kann aus den ihm hinterlegten Datenquellen die gewünschten Informationen herausfiltern. So entsteht eine echte Konversation und der Chatbot ermöglicht es jedem einzelnen User, genau die News und Informationen zu erhalten, die er haben möchte.

Interessant. Und wie kam es dann zu der Idee, so etwas für den Fußballbereich zu programmieren?

Klemens Zleptnig: Ich bin selbst ein großer Sportfan und habe, wie die meisten von uns, nicht die Zeit, mir stundenlang auf Webseiten, in Apps und sonstwo die Infos zusammen zu suchen, die mich wirklich interessieren. Was mir daher immer wieder gefehlt hat, sind Nachrichten, die individuell auf mich zugeschnitten sind.

Kurz vor der Fußball-EM 2016 ermöglichte Facebook erstmals die Implementierung von Chatbots im Facebook Messenger. Also begann ich einen Fußball-Chatbot zu entwickeln, der alles über die EM wusste. So entstand Toni. Quasi dein bester Fußball- Kumpel, den du in Form deines Handys immer dabei hast und der dir alle Fragen beantworten kann. Und das in Echtzeit. Rund um die Uhr.

„Toni“ war aber nur der Anfang. In der Folge habt ihr die Software weiter entwickelt und bietet jetzt eure Chatbots auch Clubs, Verbänden und Ligen an. Welchen Mehrwert bieten Chatbots für eure Kunden?

Christoph Edelmüller: Unsere Chatbots machen es möglich, dass ich als Fan meinem Lieblingsverein direkt und unkompliziert erreichen kann. Ich kann individuell Fragen stellen und erhalte sofort die gewünschte Information.

Gleichzeitig garantieren Chatbots auch den Clubs einen direkten und sehr persönlichen Draht zu jedem einzelnen Fan. Das gelingt durch Broadcasasting-Nachrichten, sodass jeder Verein seine Fans gezielter und persönlicher als über jedes andere Medium erreichen können. Denn im Facebook Messenger werden über 80% aller Nachrichten, die verschickt werden, auch geöffnet und gelesen. Kein Newsletter hat solche Öffnungsraten, keine Fernsehnsendung diese Einschaltquote und kein Social-Media-Post diese Reichweite. Das zeigt die unglaublichen Möglichkeiten, die unsere Chatbots für die Klubs bietet.

Nachrichten über Chatbots werden also als enorm relevant wahrgenommen und sind deshalb unglaublich effektiv. Bedenkt man, wie viel Geld laufend in das Thema Fan-Engagement fließt, so geben die 18 Klubs der Deutschen Fußball Bundesliga zusammen über 500 Millionen Euro dafür aus, bieten Chatbots somit ein enormes Sparpotential.

Und für den Fan ist dieser Kanal nicht zuletzt deshalb so attraktiv, weil er aus dem umfassenden Angebot der Klub-Kanäle genau wählen kann, was ihn ganz persönlich interessiert. Denn über die Schnittstelle des Facebook Messenger können alle Medien- Kanäle des Vereins „eingespielt“ werden und daraus kann sich jeder Fan ganz ohne Mehraufwand seinen eigenen, ganz persönlichen Klub-Kanal zusammen stellen. Ein wichtiger Schritt für die Fußball Vereine in Richtung Digitalisierung.

Chatbots bieten also ein Sparpotential für die Klubs und den Fans ein unvergleichliches Service. Gibt es aber auch direkte Möglichkeiten der Monetarisierung, die sich durch die Verwendung von Bots ergeben?

Christoph Edelmüller: Ja, auf jeden Fall. Einerseits können wir den Merchandising- und Ticket-Shop mit dem Bot verknüpfen und so den Klubs und Sportvereinen die Möglichkeiten bieten, ihre Produkte auf einer sehr persönlichen Ebene den Fans anzubieten (Stichwort: TicketBot bzw. Ticket-Chatbot). Andererseits können aus den vom Bot generierten Daten sehr detaillierte Rückschlüsse auf das Verhalten jedes einzelnen Nutzers und dessen Interessen geschlossen werden. Das führt wiederum dazu, dass der Klub über diesen Kanal jeden einzelnen Fan sehr zielgerichtet mit Angeboten und Werbung erreichen kann. Unsere Chatbots sind also gleichzeitig höchst effektive Kommunikations- und sehr individuelle Vertriebskanäle.

Letzte Frage: Sind Chatbots gerade im Sportbereich besonders geeignet oder sieht generell die Kommunikation der Zukunft so aus?

Klemens Zleptnig: Sowohl als auch. Generell werden wir alle schon bald sehr viel mit Chatbots kommunizieren. Gerade bei Banken, Versicherungen oder Fluglinien wird das „first-level-customer-service“ in erster Linie von Bots übernommen und viele Geschäfte werden somit rein elektronisch abgewickelt werden. Das ist sicher die Zukunft, besser gesagt bereits die Gegenwart. Auch im Sport sind Chatbots und Messenger Marketing ein riesiges Thema.

So haben wir ja etwa unseren Chatbot auf LAOLA1.at, Österreichs größter online-Sport-Plattform, als Showcase gelauncht und sehen an den Zahlen, wie sehr die User dieses Service schätzen. So haben wir nach mehreren Monaten „on air“ immer noch eine „Retention-Rate“ von über 30%. Das bedeutet, dass ein Drittel der User, die den Bot einmal getestet haben, ihn jetzt immer noch aktiv nutzen. Bei Apps ist eine Quote zwischen 5-10% schon sehr gut. Das zeigt, dass Chatbots auch im Sportbereich bereits angekommen sind und Sport-Fans einen echten Mehrwert bieten.

Darüber hinaus haben wir bei Toni.ai auch die Möglichkeit, Design, Sprachstil und Charakter des Bots individuell zuzuschneiden und so den jeweiligen Klub – egal ob Wiener Liga, Bundesliga oder Champions League – als Marke optimal zu transportieren. Dadurch steigt die Authentizität und letztlich die Verbundenheit der Fans mit dem Bot und damit mit dem jeweiligen Klub.

Facebook Messenger Chatbots sind einem Broadcasting über WhatsApp eindeutig überlegen, da Facebook die Bots für seine FB Messenger Plattform pusht und unterstützt, für WhatsApp aber bisher eher verhindert und die bestehenden Lösungen auf sehr wackeligen Beinen stehen.

 


 

Fußball Chatbots für Vereine Ligen und Klubs

Toni.ai: Das Wiener Start-up Toni.ai wurde von Klemens Zleptnig (Software Ingenieur, Inhaber einer App-Agentur, IT-Jungunternehmer des Jahres 2007) und Christoph Edelmüller (ehem. Handball-Nationalteamspieler, Jurist, Sport-Manager) gegründet. 2017 war Toni.ai Teil des ELEVATE-Programms von TheVentury, Europas erstem Accelerator-Programm für Chatbot-Startups.

Chatbots: Die von Toni.ai entwickelte Chatbot-Software kann auf Messenger Plattformen (wie etwa dem Facebook Messenger), auf Webseiten oder in Apps integriert werden und in natürlicher Sprache mit den Usern kommunizieren. Antworten in Echtzeit, täglich/wöchentliche Updates, News-Broadcasting, Live-Scores, Videos, die Anbindung des Merchandising- sowie des Ticket-Shops und viele weitere Features können so den Fans in deren Messenger angeboten werden und bieten den Klubs/Vereinen/Ligen/etc. einen direkten Kanal zu all ihren Fans.

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